Hongkong, wieviele Gesichter hast du eigentlich? – Tag 7

Habe ich eigentlich erzählt, das ich fast mal in Hongkong gearbeitet hätte?

Ja wirklich, die Stelle war so gut wie sicher. Mein letzter Arbeitgeber, bevor wir übernommen wurden, hatte eine Stelle in Hongkong frei. Ist gute 10 Jahre her, keine Kinder und voller Drang was neues zu erleben. Wieso, weshalb, warum … wurde nix. Egal, aber natürlich frage ich mich jetzt was wohl damals draus geworden wäre. Wäre ich noch hier? Wäre das mein Ding gewesen? Aus jetziger Sicht eher nicht, damals schon.
Ich fühle mich hier immer wie im Film ‚Blade Runner‘ bei dieser Kulisse und irgendwie will mir die Melodie von ‚Funkytown‘ dabei nicht aus dem Kopf gehen.


Da ich heute Vormittag viel mit der neuen Internetseite beschäftigt war, bzw. der Verbreitung, suchte ich irgendwann nach was essbarem. Ich hatte mir geschworen: Kein vietnamesisches Essen vor Hanoi! Und wie das mit Vorsätzen so ist, hab ich sie heute auch gleich mal über Bord geworfen. Der Laden hat mich sofort angemacht, schon im vorbeigehen. Na, und so gab es zum Frühstück leckere, knusprige, Fischteigröllchen und eine herrliche Brühe in die man Nudeln und selbstgemachte Meetballs tunken konnte.


Entsprechend ging es mal recht spät erst los, rüber nach Kowloon. Den Trip habe ich mit der Fähre gemacht, bisschen entspannen und so..


Ich glaube die Hongkonger sind wirklich erfindungsreich. Am Hafen habe ich Männer gesehen die nach Krabben gefischt haben, um sie dann zu verkaufen. Zusammengebunden im Stapel, Crazy, aber gingen weg wie warme Semmeln.


Drüben angekommen bin ich erstmal in eins der Kaufhäuser, alle kaufen hier ein wie blöd. Aber die Fitnessarmbänder waren teurer als bei uns… also weiter ins Getümmel.
Die Zeit vergeht ja bekanntlich schnell und so kam die Dämmerung auch nicht gerade überraschend. Da mich das Gewusel nicht wirklich angemacht hat, bin ich immer auf den Parallelstraßen gelaufen. Endlich mal flache Straßen hier und nicht immer dieses ‚Mount Everest‘- Gefühl; war der Reinhold Messner eigentlich schon mal hier?
Da der Magen mal wieder leicht knurrte bei all den Gerüchen, bin ich spontan bei Spicy Crab rein, oder raus, wie mans nimmt, ist halt ne Mischung von drinnen und draußen.
Hach, so gemütlich auf nem Plastikschemel, auf dem man Kühe melken könnte, romantisch!
Ne, aber im Ernst, das Essen sah super aus und war es auch. Frisches Gemüse im Sud mit Knoblauch. Eine ganze Krabbe mit knusprigen Flocken die sich als frittierter Knoblauch herausstellte mit Zwiebeln und Chili’s. Hervorragend!
Was ist da besser zum Nachtisch wie eine Portion frischer Muscheln in schwarzer Pfeffersoße! Das Essen war genial. Wie sich später heraus stellte, ist der Laden auch in dem einen oder anderen Reiseführer empfohlen. Meint man aber nicht, da kaum Touristen, sondern fast nur Chinesen da waren.
Den Nachtmarkt habe ich mir dann gespart, war mir nicht nach, weder die angepriesenen BH’s, Cinderellakleidchen für Kinder und Schnitzereien, noch sonstiger Ramsch, haben mich in Kauflaune gebracht. Also wieder ab in die Nebenstraßen und ’nen Basketball Court entdeckt. Cool drauf die Jungs in der Hitze.

Krönender Abschluss war dann in der Sky Lounge ‚Felix‘, danke für den Tipp Astrid, hab’s zufällig gefunden.
Das war der Tag, einen hab ich noch hier – bevor es weitergeht im Laufschritt nach Hanoi

 

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