Hanoi – Man hab ich abgenommen – Tag 12

So war zumindest die Wunschvorstellung. Dachte wirklich mit all der Lauferei und den Kilometern die ich hier abreiße würden die Pfunde nur so purzeln, aber leider sehe ich bis jetzt nichts davon. Ich esse auch nicht wirklich viel, aber wenn dann richtig… Das Essen ist hier wirklich nicht nur immer wieder eine neue Erfahrung, es ist die Mutter der Geschmacksexplosion und ich sch** auf die Röstaromen der Jury ;o) Frische ist angesagt und Kombinationen an die ich nie gedacht hätte fliessen schmelzend leicht zusammen. Der Gaumen schreit ständig nach mehr und der Mangen weis nicht wohin damit.
Es sollte ja auch eine Reise sein die mich diesbezüglich weiter bringt, neue Geschmäcker und neue Ideen für meinen Spass am Kochen. Nicht das ich behaupten könnte das ich es wirklich kann. Ich mache es nur einfach gerne und mir schmeckt es auch, meistens.
Nehmen wir mal das Frühstück heute morgen. Kaffee und anschliessend ein Avocado Smoothie. „Ein bitte was?“ mögt ihr vielleicht denken, ich auch, war aber sehr lecker und machte enorm satt. Avocado, süße Kondensmilch und glaube sonst nix, lecker.
Gestern Abend war es etwas ausschweifender: erst grüner Mangosalat mit Shrimps und Tintenfisch, angemacht mit Essig und Limettensaft. Frische Kräuter in allen Varianten sind hier eh immer dabei. Anschließend die grösseren Shrimps vom Grill auf Zwiebeln, Lemmongras und verschiedenen Chillis und ein wenig Öl.

Den gegrillten jungen Sepia mit scharfer Soße bekam ich am Tisch geschnitten, deshalb sieht das Bild auch etwas unordentlich aus. Das ich mein Essen gerne vorher fotografieren möchte erschließt sich den Kellnern nicht so. Nun, das da immer noch Platz war in irgendeiner Magenecke, hab ich noch die gegrillten Austern mit Frühlingszwiebeln, frittierten hauchdünnen Knoblauchscheiben und Öl bestellt. Dippen konnte man sie noch in einer paste wie Wasabi und gewürztem Salz. Na, Hunger ? ;o)
Klar, gelaufen bin ich auch. Mausoleum war das Ziel, vorher an den kleinen Läden vorbei die je nach Strasse sortiert Metallwaren, Beschläge, Farben und was sonst noch verkaufen.

Die wirkliche Überraschung für mich kam anschliessend. Diesmal ohne extra zu suchen zufällig Skater auf einem Platz angetroffen, wo auch Kinder auf gemieteten Elektroautos herumfuhren. Die Jungens hatten es echt drauf und ich konnte ein paar gute Bilder machen, obwohl das Licht sehr schlecht war für die schnellen Bewegungen.


Geärgert habe ich mich weil ich meinen Blitz nicht dabei hatte, den hatte ich mit allem Zubehör tagelang mit mir herum geschleppt, nie gebraucht und jetzt nicht dabei.
So richtig hab ich mich aber erst geärgert als ich wieder am See ankam. Mega Party dort. Die Menschen grillen draussen, laufen rum, haben einfach Spass. Von gegenüber tönte laute Techno Musik und ich dachte mir „komm, kleiner Umweg kann nicht schaden, vielleicht entdeckst du da was“ und wer weis schon wie die Vietnamesen Techno Partys feiern. Auch wenn das echt nicht meine Mucke ist, Lieber Hip Hop und Rap und am besten old school.
Aber sowas habe ich selbst in NY damals nicht gefunden. Freestyle, ausgiebiges skratchen wie beim Beginner Konzert kurz vor meiner Abreise, oder am besten noch den guten alten Breakdance.
Die Techno Musik verstummte bevor ich überhaupt da war, aber was war das da in dem Hauseingang ? Erst dachte ich „du hast Hallos, da war was im essen“, aber nein! Breakdance Battle, HipHop dröhnte aus den Lautsprechern und es ging krass ab! Die Leute umringten die Jungs und feuerten sie an und ich versuchte bei noch schlechterem Licht alles aus der Kamera zu holen was ging.


Ich hoffe die sind noch mal da und dann hab ich den Blitz dabei !
Auf meinem Weg zurück zum Viethaus begegnete ich noch einer Studentin die sich einfach nur zum lernen auf englisch unterhalten wolle, Caro hatte mir schon davon erzählt, also kleines Schwätzchen gehalten. Und der „I have everything“ Mann durfte natürlich auch nicht fehlen.
Leider ist das Wetter sehr wechselhaft gerade, aber irgendwas geht ja immer. Reise ins Land muss ja auch noch geplant werden.

 

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